Ressorts.
Sechs Felder, in denen wir kontinuierlich publizieren — von der Methodik bis zur Praxis.
- № i
Instrumentalpädagogik
Das Ressort, in dem wir die Methodik nach Instrumentengruppen ordnen: Streicher (Violine, Bratsche, Violoncello, Kontrabass), Bläser (Holz und Blech), Tasteninstrumente (Klavier, Cembalo, Orgel), Zupfinstrumente (Gitarre, Harfe), Schlagzeug. Etüden-Traditionen — von Sevcik und Wohlfahrt für die Geige über Czerny, Hanon und Cortot für das Klavier bis zu den modernen Lehrwerken etwa von Rumberger oder Henke — werden hier kontextualisiert und an konkreten Unterrichtsbeispielen überprüft. Keine Methodik-Folklore, keine vereinfachten Gegensätze (Suzuki vs. Russische Schule), sondern dokumentierte Praxis aus der gegenwärtigen Lehrer:innen-Arbeit.
→ - № ii
Schule
Das Ressort für die institutionelle Architektur der kommunalen und privaten Musikschulen. Strukturen des Verbands deutscher Musikschulen (VdM), kommunale Trägerschafts-Fragen, Tarifrecht (TVöD-VKA für angestellte Lehrkräfte, Honorarverträge für Solo-Selbstständige), die anhaltende Sozialversicherungs-Debatte zur Scheinselbstständigkeit (Herrenberg-Urteil und seine Folgen), Curricula und VdM-Lehrplanwerke. Wir behandeln Musikschul-Politik nicht als Verbandsfolklore, sondern als die rechtlich-administrative Architektur, in der Instrumentalpädagogik tatsächlich stattfindet.
→ - № iii
Repertoire
Das Ressort, in dem wir Repertoire stufenscharf besprechen. Welche Stücke gehören in die E1-Phase (erste Vorprüfung), welche in die M3-Phase (Mittlere Reife auf Hauptfach-Niveau), welche in den Übergang zur Hochschulreife. Neue Editionen aus den großen Häusern (Bärenreiter, Henle Urtext, Schott, Peters, Doblinger, Universal Edition) werden hier rezensiert, Urtext-vs.-praktische-Ausgabe-Diskussionen geführt, vergessene Lehrwerke wiederentdeckt. Repertoire-Arbeit als handwerkliche Disziplin der Auswahl — die wichtigste, oft unterschätzte Lehrer:innen-Kompetenz.
→ - № iv
Stimme
Das Ressort für die menschliche Stimme als Lehrinstrument. Klassischer Gesangsunterricht in der Musikschul-Tradition, Kinder- und Jugendchor-Praxis, die heikle Frage der Mutationsphase (wann darf wie geübt werden, wann muss pausiert werden), Stimmphysiologie auf solidem foniatrischem Stand, Solfège-Programme und ihre Wirkung auf das musikalische Hörvermögen. Wir berichten aus Studio- und Probenpraxis, besprechen die einschlägigen Lehrwerke (Pahn, Reid, Beilman) und behandeln den Übergang vom Schul- zum Berufschor.
→ - № v
Frühe Bildung
Das Ressort für die musikalische Bildung vor und am Beginn der Grundschulzeit. Musikalische Früherziehung (MFE) als verbindliches Kernangebot der VdM-Musikschulen, Eltern-Kind-Gruppen ab dem zweiten Lebensjahr, das Instrumenten-Karussell als Orientierungs-Phase vor der Wahl des Hauptfachs, Curricula der Grundschul-Musik. Wir lesen die einschlägige Forschung (Bastian-Studie, JeKi-/JeKits-Evaluationen) kritisch und behandeln den Übergang zur instrumentalen Unterrichtsphase als das, was er ist: eine pädagogische Entscheidung mit langjährigen Folgen.
→ - № vi
Praxis
Das Ressort für die alltägliche Lehrer:innen-Praxis. Vorspielabende und ihre Dramaturgie, die Wettbewerbs-Architektur von „Jugend musiziert" mit ihren Regional-, Landes- und Bundes-Stufen, Prüfungsformate von der Eignungsprüfung bis zur Vorprüfung-Hauptfach, die wachsende Bedeutung des selbstständigen Instrumentalunterrichts neben dem Musikschul-System. Tipps zur Honorarkalkulation, Versicherungs-Fragen für Solo-Selbstständige, Steuerrecht-Update zum Honorarwesen. Praktische Lehrer:innen-Realität, evidenz- und erfahrungs-gespeist.
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